Trockene Garmachungsarten

Trockene Garmachungsarten

In diese Kategorie werden Garmachungsarten eingeteilt, wenn beim Garen kein Wasser verwendet wird und das Gargut mittels trockener Wärme in einen genussfertigen Zustand gebracht wird.
Durch die gegenüber den feuchten Garverfahren hohen Temperaturen und dem nicht vorhanden sein von zusätzlicher Feuchtigkeit wird am Gargut durch diese Verfahren eine Kruste gebildet und es entstehen damit Röst- und Geschmacksaromen.

Prinzipiell bedeuten trockene Garverfahren eine höhere Gartemperatur und dadurch bedingt auch eine kürzere Zubereitungszeit, was unter lebensmitteltechnischen Gesichtspunkten auch eine Vitamin- und Nährstoff schonendere Verarbeitung ermöglicht.
Jedoch eignen sich nicht alle Lebensmittel zur Zubereitung von trockenen Garverfahren. Von den Fleischteilen sind hier vor allem bindegewebsarme Fleischstücke zur schnellen Zubereitung geeignet und je nach Rezeptur im Ofen, auf dem Grill, in der Pfanne oder auch im Fettbad zuzubereiten.

Wichtig ist hierbei natürlich auch die Größe, die produkttechnische Eigenart und das gewünschte Ergebnis des Lebensmittels.
Bei den trockenen Zubereitungsarten können unterschiedliche Techniken zur Hitzeeinwirkung auf das Gargut verwendet werden.

Hierzu unterscheidet man grundsätzlich zwischen folgenden drei Arten der Wärmeübertragung:
Kontakt: wie z.B. beim Braten, Grillen, Sautieren.
Luft: wie z.B. beim Backen oder Heißluftgaren
Fett: Wie z.B. beim Frittieren

Die Bratverfahren kann man wiederum in folgende zwei Kategorien einteilen:

1. Braten im Ofen:
Dabei wird meist der Garvorgang mit einem Anbraten durch eine höhere Temperatur begonnen, um auch die gewünschten Geschmacks- und Röstaromen zu erzielen und das Gargut danach bei einer geringeren Temperatur fertig gegart.
Es kann jedoch auch bei gleichbleibender Temperatur gegart werden, was größtenteils bei Niedrigtemperaturgaren oder Delta garen vollzogen wird.
Übersicht der Garverfahren im Ofen:
Umluft/Konvektion
Strahlungswärme von oben
Kontaktwärme von unten

2. Braten durch Kontaktwärme:
Die Wärme wird durch den direkten Kontakt oder durch ein Fettbad zum Gargut übertragen.
Übersicht der Garverfahren durch Kontaktwärme:
Grillen auf dem Rost oder am Spieß bei 300 – 350° C
Braten in der Pfanne oder im Ofen bei 120-200 ° C
Sautieren in kleinen Portionspfannen oder Sauteusen bei 160-220° C
Frittieren im Fettbad bei 120-180° C
Backen im Ofen bei 120-200° C

Nachfolgend haben wir euch die Garverfahren mit trockener Hitze einmal zusammen gefasst und stichpunktartig erklärt:

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