Schnittformen

Welche Schnittformen gibt es in der Küche und für was werden diese angewandt?

Wer kennt sie nicht, die so einfach verwendeten Fachbegriffe rund ums Schneiden eurer Lebensmittel in den vielfältigen Rezepturen?
Doch wie genau funktionieren diese Techniken und wofür genau wird das Schnittgut später verwendet?
In dieser Rubrik möchten wir darauf etwas genauer eingehen und euch auch anhand der Bildstrecken sowie den kurzen Videoclips zu wahren "Schneide-Profis" machen.
Dass dazu ein scharfes Handwerkzeug sowie das passende Schneidebrett gehört, versteht sich von selbst.
Ihr werdet begeistert sein, welchen optisch perfekt in Szene gesetzten Unterschied euer gezaubertes Gericht durch perfekt geschnittenes Schnittgut erreichen kann.
Doch selbst wenn euch das perfekte Schneideergebnis nicht gleich vom Start weg zu 100 % gelingt, solltet ihr nicht verzweifeln.
Wie heißt es im Volksmund so schön? -
Erst lange Übung macht der Meister

1. Schälen
2. Wurzelende abschneiden.
3.Zwiebel fixieren.
4. Zwiebel einschneiden
5. Quer einschneiden
6. Brunoise schneiden

Feine Würfel / Brunoise

Unter Brunoise versteht man würfelig geschnittenes Schnittgut mit einer Größe von 1 mm x 1 mm.
Brunoise werden meist aus Gemüse oder Obst, aber auch von Schinken oder anderen Lebensmittel,
die feinwürfelig für das jeweilige Rezept benötigt werden, geschnitten.
Brunoise werden oft als Einlage für Suppen, a` la Minute gezogene Saucen, in Farcen oder anderen
Füllmassen sowie auch als Dekoelement in Gelee oder Aspikprodukten eingesetzt.

Feine Würfel / Brunoise schneiden am Beispiel einer Zwiebel:

1.    Zunächst muss die Zwiebel geschält werden. Dazu das
       obere Ende der Zwiebel abschneiden und anschließend von der
       Schnittfläche zum Wurzelende die Schalen abziehen.
2.   Das Wurzelende knapp über dem Strunk abschneiden,
       sodass die Zwiebel noch von der Wurzel zusammengehalten wird.
3.   Dann die Zwiebel mit der Schnittfläche nach oben auf
      dem Brett fixieren und mit einem Santoku-Messer halbieren.
4.   Die Zwiebel mit der Schnittfläche nach unten auf das
      Brett legen und längs, im Abstand von circa drei Millimetern,
      einschneiden. Dabei die Zwiebel mit den Fingern zusammenhalten
     und das Wurzelende nicht durchschneiden.
5.  Nun die Zwiebel mit Gefühl, in gleichmäßigen Abständen,
     zweimal quer einschneiden, um im nächsten Schritt feinere
    Würfel zu bekommen.
6. Dann von der eingeschnittenen Zwiebel feine Würfel abschneiden.
    Dabei auf den Krallengriff achten. Das Wurzelende

Dünne Streifen / Julienne

Julienne sind dünne Streifen mit den Maßen von 5 cm Länge und 1 mm Breite.
Diese werden meist aus Gemüse oder Obst, aber auch von Schinken oder anderen Lebensmittel, die streifig geschnitten
für das jeweilige Rezept benötigt werden, hergestellt.
Julienne werden als Schneideform für Salate, aber auch als Einlage für Suppen, Obst und Gemüse eingesetzt.

Dünne Streifen / Julienne schneiden am Beispiel einer Lauchstange:

1.    Wurzeln und Grün von der Lauchstange entfernen und
       den Lauch in circa zehn Zentimeter lange Stücke schneiden.
2.   Dann die Stücke längs halbieren und die einzelnen Blattschichten
      der Lauchstange entblättern.
3.  Jeweils ein paar Blattschichten mit der Rundung nach
     unten auf ein Brett legen und mittels Krallengriff festhalten.
     Danach in circa drei Millimeter feine Streifen schneiden

1. Segmente schneiden
2. Stücke halbieren.
3. Streifen schneiden.
1. Schälen
2. Scheiben schneiden.
3. Streifen schneiden.
4. Würfel schneiden

Mittlere Würfel / Matignon

Unter Matignon versteht man etwas größer geschnittenes, würfeliges Schnittgut mit einer Größe von 1 cm x 1 cm.
Matignon werden meist aus Gemüse oder Obst, aber auch von Schinken oder anderen Lebensmittel,
die etwas gröber würfelig für das jeweilige Rezept benötigt werden, geschnitten.
Matignon werden oft für Eintöpfe, Gemüseragouts, als Einlage für Suppen, in Farcen oder anderen
Füllmassen sowie auch als Dekoelement in Gelee oder Aspikprodukten eingesetzt.

Mittlere Würfel / Matignon schneiden am Beispiel einer Karotte:

1.   Die rohe Karotte mit dem Sparschäler schälen.
      Dazu den Schäler oben ansetzen und in einem Zug bis
      zum unteren Ende durchziehen. Wiederholen, bis die
      ganze Schale entfernt ist.
2.  Die Enden abschneiden und die vorbereitete
     Karotte halbieren. Mittels Krallengriff auf dem
     Schneidbrett fixieren.
3. Dann mit der Klinge gerade an der Karotte
    herunterschneiden, sodass dicke Streifen entstehen.
4. Nun die Streifen zusammenschieben und
    um 90° drehen. Mit dem Messer in gleichmäßige
    Würfel schneiden. Je nach Weiterverarbeitung
    Würfel von 6 x 6 Millimeter oder 13 x 13 Millimeter
    schneiden

Rautenförmig / Paysanne

Das rautenförmig geschnittene Schnittgut wird Paysanne genannt.
Diese Schneideform hat keine genau definierte Größeneinheit und wird meist
aus Gemüse oder Obst, aber auch von Schinken oder anderen Lebensmittel, die rautenförmig 
für das jeweilige Rezept benötigt werden, hergestellt.
Paysanne werden als Schneideform für dekorative Gemüsezubereitungen wie z.B. Ratatouille, für Eintöpfe, Suppen, Salate, aber auch als Schneideform für Ragouts und Chutneys eingesetzt.

Rautenförmig / Paysanne schneiden am Beispiel einer Kartoffel:

1.   Die Kartoffel mit dem Sparschäler schälen und eventuell
      braune Stellen entfernen.
2.  Die Knolle auf dem Brett fixieren und mit dem Messer
     längs in Scheiben von circa sechs Millimetern Dicke schneiden.
3.  Anschließend das Messer diagonal ansetzen und die
     Scheiben zu Kartoffelrauten verarbeiten.

1. Schälen
2. Scheiben schneiden.
3. Rauten schneiden.
1. Schälen
2.Scheiben schneiden.
3.Stifte schneiden.

Balken / Batonnets

Batonnets werden bei vielen Gemüsesorten, z.B. der Kartoffel angewendet.
Diese finden bei Gemüse oder Obst, aber auch von Schinken oder Geschnetzeltem
die meiste Verwendung.

Balkenförmig / Batonnets schneiden am Beispiel einer Kartoffel:

1.    Die Kartoffel mit dem Sparschäler von oben nach unten
       in einem Zug durchschälen. Braune Stellen mit der Spitze des
       Sparschälers entfernen.
2.   Dann die Kartoffel mit dem Krallengriff fixieren und mit
      dem Messer der Länge nach in Scheiben schneiden.
3.  Die Kartoffelscheiben flach auf das Brett legen und in
     Kartoffelstifte der gewünschten Größe schneiden


Feine Streifen / Chiffonade

Chiffonade sind feine Streifen mit nicht genau definierten Maßen.
Diese werden meist aus Blattgemüse oder Salat, aber auch Gemüse oder Obst geschnitten

Feine Streifen / Chiffonade schneiden am Beispiel vom Mangold:

1.   Mit einem keilförmigen Schnitt den Stiel des
       Mangolds abtrennen.
2.    Die Blätter übereinander schichten und zu
        einer Rolle formen.
3.    Die Mangoldblätter in circa
        zwei Millimeter feine Streifen schneiden.
        Den Mangoldstiel in circa einen Zentimeter
        lange Stifte schneiden

1. Stiel entfernen
2. Blätter schichten.
3. Streifen schneiden.
1. Ende lösen
2. Grüne Blätter abschneiden.
3. Ringe schneiden.

Ringe

Gerade Gemüsesorten wie der Lauch und andere Mitglieder der Zwiebelfamilie, aber auch der Rhabarber bieten sich aufgrund ihrer natürlichen Beschaffenheit an in Ringe zu schneiden.
Ringe werden oft als Einlage für Suppen, aber auch für Saucenansätze, als Suppengrün oder auch als Bestandteil für eigenständige Gerichte wie Quiches oder Gratins eingesetzt.

Ringe schneiden am Beispiel einer Lauchstange:

1.   Den gewaschenen Lauch auf das Brett legen und das
      Wurzelende mit einem gezielten Schnitt entfernen.
2.   Dann die grünen Blätter von der Lauchstange entfernen.
      Dazu den Lauch mit dem Krallengriff auf dem Brett fixieren
      und das Schnittgut mit einem einzelnen Schnitt durchtrennen.
3.   Den Lauch mit dem Krallengriff festhalten und mit dem
      Messer in circa fünf Millimeter dünne Ringe schneiden

Concassée / Würfel

Diese Schnittart wird fast nur im Zusammenhang mit Tomaten - Tomate Concassée eingesetzt und hat mehrere Bedeutungen.
So werden auch geschmolzene oder zerstampfte Tomaten unter dem Begriff Concassée geführt.
Dabei werden diese dann entweder als roher Bestandteil für eine Vinaigrette oder auch in vielen Rezepturen für warme Gerichte wie Saucen, Ragouts oder Suppen verwendet.

Concassèe / Würfel schneiden am Beispiel einer Tomate:

1.   Die Haut der Tomate auf der Unterseite kreuzförmig
      einschneiden und auf der Oberseite den Strunk entfernen.
      Für einige Sekunden ins heiße Wasser geben. Anschließend
      abschrecken. Mit dem Messer die Tomatenhaut von vorne
      nach hinten vorsichtig abziehen.
2.  Die Tomate halbieren und den Strunk durch einen
      keilförmigen Schnitt entfernen. Dann die Frucht auf dem Brett
      fixieren und in Spalten von einem Zentimeter Breite schneiden.
3.  Die Spalten mit der Rundung nach unten auf das Brett
     legen und das Innere herausschneiden.
4.  Die Tomate drehen, das Fleisch der Tomate flach auf das
     Brett drücken und in feine Streifen schneiden.
5.  Die Streifen um 90° drehen und Würfel abschneiden

1. Enthäuten
2. Stücke halbieren.
3. Kerne entfernen.
4. Strteifen schneiden
5. Concassée schneiden
1. Schälen
2. Entkernen
3. Stiel lösen

Entkernen / Kerngehäuse entfernen

Gerade wenn man Steinobst für spätere dekorative Zwecke am Stück verwenden möchte, wird die Arbeitstechnik des Entkernens angewendet.
Mithilfe des Kugelausstechers kann das Kerngehäuse problemlos entfernt werden und die entstehende Öffnung bietet sich für eine schöne Füllung an.
Zudem benötigt man dazu einen Sparschäler und die Haut eures Steinobstes problemlos zu entfernen.
Der Kugelausstecher kann zusätzlich für andere feste Obstsorten, Gemüse- und auch Butter-, Frischkäse oder Schmalzkugeln verwendet werden.

Entkernen / Kerngehäuse entfernen am Beispiel einer Birne:

1.     Die Birne mit dem Sparschäler schälen. Dazu
        oben ansetzen und den Schäler in einem Zug bis
        nach unten ziehen.
2.    Nun die Birne halbieren und das Kerngehäuse
        mit einem Fruchtausstecher ausstechen. Auch den
        unteren Strunk mit dem Fruchtausstecher entfernen.
3.    Zum Schluss den Stiel ablösen, indem man ihn
       in Richtung der Schnittfläche abzieht

Scheiben / Rondelles

Für die Schnittform Rondelles / Scheiben sind unterschiedliche Lebensmittel geeignet.
Manche Gemüse oder Obstsorten, wie Gurken, Zucchini, Bananen, bieten sich aus ihrer natürlichen Form hierzu an, aber auch andere Lebensmittel eignen sich für diese Schnittform.
In Verbindung mit einem Buntschneidemesser oder einem Ziseliermesser kann man den Rondelles auch noch mehrere dekorative Varianten geben.

Scheiben / Rondelles schneiden am Beispiel einer Zucchini:

1.   Die Enden der gewaschenen Zucchini
      mit dem Messer abschneiden. Dabei auf den
      Krallengriff achten.
2.  Mit dem Ziseliermesser in gleichmäßigen
     Abständen die Schale von der Zucchini schälen.
3.  Dann die Zucchini abermals mit dem
     Krallengriff auf dem Brett fixieren und in circa sechs
     Millimeter dünne Scheiben schneiden.

1. Ende abschneiden
2. Optisch schälen.
3. Scheiben schneiden.
1. Schälen
2. Halbieren
3. In Spalten schneiden.

Spalten / Ecken

Eine der gerade bei Steinobst, aber auch bei Gemüse wie der Kartoffel häufig angewendete Schnitttechnik sind die Spalten.
Dabei wird die natürliche Form des Schnittgutes beibehalten und dieses je nach Rezeptur in die benötigte Größe geschnitten.

Spalten werden oft als eigenständige Schneideform wie bei z.B. wilden Kartoffeln, aber auch für die Belegung eines Kuchens oder als Schnittelement in einem Obstsalat mit eingesetzt.

Spalten/ Ecken schneiden am Beispiel eines Apfels

1.  Den Apfel mit dem Sparschäler schälen. Dazu
     oben ansetzen und den Schäler in einem Zug bis
     nach unten am Apfel entlangführen.
2. Dann den Apfel halbieren und vierteln. Das
    Apfelstück mit der Schnittfläche nach unten auf
    ein Brett legen und das Kerngehäuse mit einem
   geraden Schnitt abtrennen.
3. Anschließend die Apfelschnitze in beliebig
    große Stücke schneiden

Kugeln / Noisettes

Kugeln /  Noisettes sind keine eigentliche Schnittform, die mit einem Messer erfolgt, sondern werden mithilfe eines Kugelausstechers (Parisienne-Ausstecher) hergestellt.
Dafür eignet sich besonders Gemüse oder Obst, aus nachhaltigen Aspekten sollte jedoch erwähnt werden, dass die Reste der ausgestochenen Lebensmittel beträchtlich sind und für Pürees, Suppen oder ähnliche weiterführende Rezepte verwendet werden sollten.

Kugeln / Noisettes ausstechen am Beispiel eines Kürbisses:

1.   Den Kürbis gegebenenfalls zuerst schälen.
      Dann das Gemüse mit der flachen Seite nach unten
      auf das Brett legen. Mit dem Fruchtausstecher
      mittels einer kräftigen Drehbewegung Kugeln
      ausstechen.

1. Segmente schneiden
1. Zesten ziehen

Schalenstreifen / Zesten

Die Schalenstreifen / Zesten werden meist mittels eines speziellen Zestenmesser hergestellt, können natürlich aber auch sehr fein von Hand geschnitten werden.
Brunoise werden größtenteils aus den Schalen von Zitrusfrüchten hergestellt, diese Technik kann natürlich auch bei aber anderen Lebensmittel eingesetzt werden.
Wenn Zesten verwendet werden solltet ihr darauf achten, dass das Grundprodukt gut gewaschen und nicht behandelt, wie z-B. gewachst oder gespritzt ist, da sonst diese Stoffe euer Rezept negativ beeinträchtigen würde.

Schalenstreifen / Zesten herstellen am Beispiel einer Zitrone:

1.   Mit dem Zitronenschaber die Schale der
      Zitrone in feinen Zesten abtragen.
      Dazu die Frucht mit einer Hand festhalten und
      mit der anderen das Zestierwerkzeug von oben nach
      unten an der Zitrone entlangführen.
      Die feinen Zesten auffangen.

Röschen

Röschen werden hauptsächlich von Blumenkohl und Brokkoli hergestellt.
Dabei wird die natürlich gewachsene Struktur dieser Gemüsesorten ausgenützt und mithilfe eines Officemessers nur noch kleine Segmente herausgeschnitten.
Röschen werden als Schneideform für eigenständige Gemüsegerichte, aber auch für Salate oder als Einlage für Suppen eingesetzt.

Röschen schneiden am Beispiel eines Blumenkohls:

1.   Den Blumenkohl auf ein Brett legen.
      Mit den Händen die Blätter zur Seite knicken
      und anschließend abschneiden.
2.  Dann den Strunk mit einem Schnitt abtrennen.
3.  Mit dem Officemesser kleine Röschen
      abteilen. So den ganzen Blumenkohl zerkleinern,
      anschließend waschen und weiter zubereiten.

1. Segmente schneiden
2. Stücke halbieren.
3. Streifen schneiden.
1. Schälen
2. Wurzelende abschneiden.

Herauslösen / Filetieren von Obst

Das Herauslösen / Filetieren ist eigentlich eine eigenständige Arbeitstechnik und nur bedingt eine Schnittform.
Filetieren wird meist bei Zitrusfrüchten, aber auch beim Auslösen von Fisch, Fleisch oder anderen Lebensmitteln angewandt.
Wir haben diese Rubrik deshalb auch 2x angelegt.

Herauslösen / Filetieren anhand von Zitrusfrüchten

1.   Mit einem Officemesser die Enden der Orange abschneiden.
      Dann mit dem Allzweckmesser oben ansetzen und das Messer an der
      Rundung der Frucht unterhalb der Schale entlangziehen, um
      die Schale vom Fruchtfleisch abzuschneiden. Die Orange drehen und
      die Schneidebewegung so lange wiederholen, bis die Frucht ganz geschält
      ist. Um den Saft der Orange aufzufangen, eine Schale unter der Orange
      positionieren. Dann die Orange mit einer Hand festhalten und mit dem
     Ausbeinmesser in der anderen Hand eng an der Bindehaut der Orange,
     seitlich jedes Filets, einschneiden.
     So alle Filets aus der Orange auslösen.


Herauslösen / Filetieren von Fisch

Das Herauslösen / Filetieren ist eigentlich eine eigenständige Arbeitstechnik und nur bedingt eine Schnittform.
Filetieren wird meist bei Zitrusfrüchten, aber auch beim Auslösen von Fisch, Fleisch oder anderen Lebensmitteln angewandt.
Wir haben diese Rubrik deshalb auch 2x angelegt.

Herauslösen / Filetieren anhand von Fisch

1.1  Zuerst die Flossen am Rücken und die unteren Flossen abschneiden,
      da diese sehr scharfkantig sind und Giftstacheln haben. Diese können
      Entzündungen hervorrufen. Falls der Fisch noch nicht ausgenommen ist,
      mit dem Ausbeinmesser einen langen Schnitt am Bauch setzen und die
      Innereien mit der Hand durch die Bauchhöhle herausziehen.
      Anschließend auswaschen.
2.  Den ersten Schnitt zum Filetieren mit dem flexiblen Filetiermesser
     hinter dem Kopf an den Kiemen setzen.
3.  Dann vom Kopf aus am Rücken entlang bis zur Mittelgräte in Richtung
     Schwanz schneiden und das Filet vom Rücken ablösen. Nochmals am
     Kopf hinter den Kiemen ansetzen und mit dem Messer entlang
     der Rückengräte das Filet abschneiden.
4. Danach hinter den Bauchgräten einschneiden und die Gräten mitsamt
    dem Bauchlappen abschneiden.
   Das Filet kann noch enthäutet oder komplett weiterverarbeitet werden

1. Flossen entfernen
2. Kopfschnitt.
3. Filet lösen.
4. Bauchgräte entfernen
1. Schwanz entfernen
2. Mittelgräte einschneiden.
3.Filet herauslösen.
4. Haut abziehen

Enthäuten / Haut abziehen bei Fisch

Das Enthäuten / Haut abziehen ist eigentlich eine eigenständige Arbeitstechnik und nur bedingt eine Schnittform.
Die Haut wird meist bei Fisch, aber auch bei Gemüse wie z.B. Paprika oder Tomate durch vorheriges bearbeiten wie blanchieren abgezogen, bei den meisten anderen Lebensmittel wird die Haut einfach mit einem Schäler entfernt.

Enthäuten / Haut abziehen am Beispiel von Platt-Fisch

1.   Den Fisch mit der Bauchseite nach unten auf ein Brett legen und
      mit der Flossenschere die Schwanzflosse und den Kopf entfernen.
2.  Dann mit einem Filetiermesser vom Kopf bis zum Schwanz an der
      Mittelgräte entlangschneiden.
      Die Mittelgräte spürt man, wenn man mit dem Finger am Rücken
      entlangfährt.
3.  Das obere Filet mit dem Messer vom Rücken des Plattfisches ablösen.
      Dabei das Messer immer weiter von der Mittelgräte aus an den äußeren
     Rand ziehen. Das Filet an der Flosse abschneiden.
     Die übrigen Filets mit der gleichen Technik auslösen.
4.  Zum Enthäuten am Ende des Filets dicht über der Haut ansetzen
     und das Messer in einem leicht spitzen Winkel von hinten nach vorne führen.
     Dabei die Haut festhalten und das Messer zwischen Haut und Filet
     entlangziehen. Den Saum, die Innereien und das Fischfett entfernen und
    dann die Filets fertig zuschneiden.

Schuppen / Entschuppen

Das Entschuppen gehört ebenfalls nicht direkt zu den Schnittformen, ist von uns aber auch in dieser Gruppe mit aufgeführt.
Entschuppt wird der Fisch vor allem dann, wenn die spätere Rezeptur es erfordert, dass der Fisch am Stück oder auf der Haut gebraten wird.
Je nach Fischart, können sehr viele Schuppen auf der Haut vorhanden sein, weshalb es sich dann empfiehlt, den Entschuppungsvorgang unter fließendem Wasser am Waschbecken, oder fernab aller anderer Lebensmittel durchzuführen.

Schuppen / Entschuppen am Beispiel eines Lachses:

1.  Den Fisch auf das Brett legen und mit einem Küchenhandtuch
     oder etwas Küchenpapier am Schwanzende festhalten.
2.  Mit dem Fischschupper gegen die Wuchsrichtung der Schuppen
      am Fischkörper entlangfahren, vom Schwanz in Richtung Kopf,
      bis alle Schuppen entfernt sind. Auf der anderen Seite wiederholen.
     Anschließend kann der Lachs filetiert werden

1. Lachs fixieren
2. Schuppen ablösen.
1. Gräten aufrichten
2. Gräten ziehen.

Entgräten / Gräten ziehen

Egal ob der Fisch von euch selbst filetiert wurde oder man im Handel bereits fertig ausgelöste Filets erworben hat.
Das Entgräten sollte auf jeden Fall stattfinden, bevor ihr euren Fisch weiter verarbeitet.
Dazu können verschiedene Werkzeuge wie ein Officemesser, eine Pinzette oder auch eine kleine Zange verwendet werden.
Wir empfehlen euch eine spezielle Fischzange, damit lässt es sich am besten arbeiten.

Entgräten / Gräten ziehen anhand eines Lachsfilets

1.     Mit der Klinge entlang des Filetrückens schaben und
        so die Gräten aufrichten.
2.    Mit der Grätenpinzette, die nun besser sicht- und
       greifbaren Gräten einzeln in Wuchsrichtung
       aus dem Fisch ziehen. Anschließend mit dem
       Finger prüfen, ob auch alle Gräten vollständig
       entfernt wurden.
       Große und schwer zugängliche Gräten durch einen kleinen
       Schnitt vor und nach der Gräte herauslösen.

Auslösen

Unter Auslösen versteht man vor allem komplette Fleischteile vom Knochen zu lösen.
Je nachdem, in welchen Teilstücken ihr euer Fleisch gekauft habt, kommen verschiedene Stücke hierfür infrage. Zum Auslösen selbst gibt es verschiedene Messer, schaut einfach welches euch am besten in der Hand liegt, um diesen Arbeitsprozess zu erfüllen

Auslösen am Beispiel einer Lammkeule:

1.    Die Keule mit dem Ausbeinmesser dicht am hervorstehenden
       Röhrenknochen einstechen und mit dem Messer von oben nach
       unten am Knochen entlangschneiden.
2.   Den Knochen herausziehen und tiefer rund um den Gelenkknochen
      einschneiden, um diesen freizulegen. Mit dem Ausbeinmesser unter dem
      Knochen entlangfahren, um ihn mit dem Gelenk auszulösen.
3.  Anschließend das Fleisch flach auf das Brett legen. Flache Schnitte setzen
     und das Fleisch aufklappen.
4. Dann das flach aufliegende Fleisch in drei Teile zerlegen und von Sehnen und
    überschüssigem Fettgewebe befreien.

1. Röhrenknochen 
2.Knochen entfernen.
3. Fleisch aufklappen.
4. Zerlegen
1. Kopf entfernen
2. Sehne abziehen.
3. Fett lösen.

Parieren / Zurechtschneiden

Das Parieren / Zurechtschneiden ist eine eigenständige Arbeitstechnik, um ausgelöstes Fleisch, Geflügel, Fisch, Wild küchenfertig zurechtzuschneiden.
Gelegentlich wird dieser Begriff auch manchmal angewendet, wenn andere Lebensmittel küchenfertig zugeschnitten werden, z.B. Obst oder Gemüse.

Parieren / Filetieren anhand von einem Schweinefilet

1.     Das Schweinefilet am Kopf greifen. Zuerst den sehnigen Fleischstrang
        vom Kopf lösen und   dann mit einem flexiblen Messer unter
        die Sehne fahren.
2.    Dabei den Kopf straff ziehen und das Messer bis zum Ende des Filets
       an der Sehne entlangführen. Dazu knapp unter der Haut schneiden, um
       nicht zu viel des kostbaren Filets abzuschneiden.
3.   Zum Schluss das Schweinefilet von überflüssigem Fett befreien.
      Dazu am fettigen Gewebe ziehen und das Fett knapp an der Haut entfernen.

Tournieren / Form geben

Das Tournieren ist eine Schnittform, die heute nur noch selten angewandt wird.
Dabei wird dem Lebensmittel meist mittels eines speziellen Tourniermessers eine möglichst gleichmäßige Form gegeben, wobei dann der Schwund des Lebensmittels teilweise beträchtlich ist.
Es empfiehlt sich, dass diese " Tournierreste" dann für eine weitere Zubereitungsform wie Püree oder Mousse weiterverarbeitet werden.
Zudem besteht die Möglichkeit, die Lebensmittel an deren Oberfläche zu tournieren und dadurch eine besonders verzierte Form zu geben.
Dies wird hauptsächlich bei dekorativen Elementen für ein exklusives Buffet zu Schauzwecken mit genutzt.

Tournieren am Beispiel einer Zucchini sowie einer Melone:

1.   Den Blumenkohl auf ein Brett legen.
      Mit den Händen die Blätter zur Seite knicken
      und anschließend abschneiden.
2.  Dann den Strunk mit einem Schnitt abtrennen.
3.  Mit dem Officemesser kleine Röschen
      abteilen. So den ganzen Blumenkohl zerkleinern,
      anschließend waschen und weiter zubereiten.

1. Melone Schaustück
2. Tourniertes Gemüse
3. Tourniertes Gemüse.
Gänsebraten
Ente
Räucherlachs
Rosa Bratenstück

Tranchieren / in Scheiben schneiden

Das Tranchieren / in Scheiben schneiden kann mehrere Arbeitsschritte beinhalten.
So kann z.B. der geräucherte oder gebeizte Lachs direkt tranchiert werden.

Bei am Stück gegarten Fleisch- oder Fleischteilen wie Rehrücken, Lammkeule, Geflügel wie ganzer Truthahn oder auch Fischen wie z. B. Seezunge muss zuvor das richtige Zerlegen und Filetieren, meist vor den Augen der geladenen Gäste, vor dem eigentlichen Tranchiervorgang erfolgen.
Wenn das zu tranchierende Stück dann parat liegt, werden dünne Scheiben, sogenannte Tranchen, kunstgerecht geschnitten und anschließend auf die vorbereiteten Teller verteilt.

Das Tranchieren erfolgt größtenteils mithilfe eines Tranchierbestecks inklusive einem Tranchiermesser und hat stets einen großen Effekt bei den Gästen. 
Es erfordert jedoch eine gezielte Koordinierung der zum Gericht zusätzlich benötigten Bestandteilen, da der Tranchiervorgang einiges an Zeit benötigt und das Lebensmittel dadurch auch recht schnell erkalten kann.

Kontakt

Meistervereinigung Service GmbH
Drei-Kreuz-Straße 3
89584 Ehingen-Dächingen

Tel: +49 (0) 7395 331
Fax: +49 (0) 7395 1095

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